Ulli Klepalski

Portrait Ulli Klepalski
Portrait Ulli Klepalski
Ulli Klepalski

Nominiert in der Kategorie „Kunst & Kultur“

Die in Wien geborene Künstlerin ist seit ihrem siebten Lebensjahr in der Josefstadt Zuhause. In ihrer Kindheit und Jugend wohnte sie im Bezirk. Seit 1994 ist sie zwar in den 3. Bezirk übersiedelt, nachdem ihr Herz aber sehr an der Josefstadt hing, wirkte und wirkt sie weiter in ihrem Atelier in der Buchfeldgasse 9.

Ulli Klepalski hatte 2011 und 2015 Ausstellungen im Bezirksmuseum in der Schmidgasse. Im Bezirksgericht in der Floriangasse hängen seit mehreren Jahren ihre Bilder im Rahmen der Initiative „Kunst zu Recht“, die sie regelmäßig austauscht.

Beim Atelierrundgang Im Achten herum war Ulli Klepalski von Anfang an mit dabei.

Die Künstlerin schreibt über sich selbst:

Obwohl mich, vom Laaberg also eigentlich einer ländlichen Gegend kommend, als Kind die hohen Häuser und engen Gassen zunächst einschüchterten, lernte ich die Josefstadt bald lieben.

Meine Großmutter, meine Tante und Cousin und Cousine wohnten um die Ecke in der Langegasse, ich lebte mit meiner Mutter und unserm Kater Murx in der Schmidgasse. Ab meinem 14. Lebensjahr ging ich in die Handelsakademie am Hamerlingplatz zur Schule. Meine beste Freundin war in der Schlösselgasse zuhause, mein erster Freund in der Lenaugasse, sein Vater hatte einen Frisiersalon in der Florianigasse.

Auch meine Urgroßmutter Ada Minoprio hatte in diesem Bezirk einen Teil ihres Lebens verbracht. 2016 malte ich ein Bild von ihr: ‚Das decolleté meiner Urgroßmutter‘, inspiriert durch einen Schattenwurf an der Wand unterhalb ihres Mädchenporträts (siehe Bilddatei).

Wir waren eine Frauenfamilie: Meine Mutter geschieden, der Mann meiner Tante im Krieg gefallen, mein Großvater kaum sichtbar, die meiste Zeit verbrachte er im Studierzimmer, wo er Pläne für eine nur in seiner Vorstellung existierende Zellstofffabrik akribisch zeichnete. Und Peter, mein Cousin ging der Weiberwirtschaft tunlichst aus dem Weg.

Später dann, mit etwa 30 Jahren, übersiedelte ich zwar in den 3. Bezirk, aber zu Hause fühlte ich mich doch immer im Achten, die Schmidgasse 3 mit dem 2 Ölbildern ‚Mädchenporträt Ada Minoprio und einer ‚wildbewegten Szenerie mit Pferden, martialischen Reitern und Hunden‘, das ich zu dem Gemälde „Kitti und Peter – die Hunnen kommen“ verarbeitete (siehe Bilddatei), war mir nicht nur in stürmischen Zeiten immer Refugium.

Weitere Informationen zu der Künstlerin finden Sie unter http://www.ulliklepalski.at/

 

Fotocredit: Ulli Klepalski
Bild v. U. Klepalski - Kitti und Peter - die Hunnen kommen
Ulli Klepalski
Fotocredit: Ulli Klepalski
Bild v. U. Klepalski - Das Decolleté meiner Urgroßmutter
Ulli Klepalski


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