Dr.in Irmtraut Karlsson

Dr. Irmtraut Karlsson
Dr. Irmtraut Karlsson
Dr. Irmtraut Karlsson

Nominiert in der Kategorie „Wissenschaft & Bildung“

Nach dem Studium der Psychologie und Soziologie leitete sie zehn Jahre lang die Sozialpädagogische Forschungsstelle der Magistratsabteilung 11 und unterrichtete an der Akademie für Sozialarbeit. 

Nach dieser Zeit arbeitete sie als Frauenpolitikerin, Bundesrätin und Abgeordnete zum Nationalrat. Sie ist eine der Mitbegründerinnen des ersten Wiener Frauenhauses. 

Die wissenschaftliche Tätigkeit der Nominierten Irmtraut Karlsson umfasst eine breites Spektrum:

  • angefangen von einer umfassenden Heimstudie "Verwaltete Kinder", zusammen mit R. Fischer und C.Halletz, - eine soziologische Analyse von Kinder- und Jugendheimen im Bereich der Stadt Wien, Institut für Stadtforschung, Wien 1976;
  • über Forschungen zur Sozialhilfe "Recht und soziale Probleme", in Betrifft: Bewährungshilfe, Wien 1979; "Die Schwächsten fallen durch den Rost - Zur Funktion der Sozialhilfe", in Lebensverhältnisse in Österreich, campus 1980;
  • "Wohlfahrt und Sozialhilfe", in Ungleichheiten in Österreich, J&V, Wien 1980 

Im Unterricht an der Akademie für Sozialarbeit bewegte sich ihre wissenschaftliche Tätigkeit über

  • Forschung zur Gewalt gegen Frauen ("Ein gebrochenes Tabu", Deuticke, Wien 1988
  • zum Feminismus und der Geschichte der Frauenpolitik in Österreich und international: "Geburtenregelung . ein Ost.West.Vergleich", zusammen mit Barbara Serloth und Hildegard Steger-Mauerhofer, Renner-Institut, Wien 1991;
  • "Frauen in Bewegung - Frauen in der SPÖ", Löcker Verlag, Wien 1998;
  • "Die ersten hundert Jahre", Vorwärts 2007.

Dr.in Karlsson war es auch immer ein Anliegen, diese Forschungsarbeiten in verschiedener Form einem breiten Publikum bekannt zu machen. Ausgehend von der Studienzirkelmethode und dem "Grabe, wo die stehst" Modell, entwickelte sie im Jahre 1996 die Frauenspaziergänge in der Josefstadt, die sie auch im Rahmen der Frauentagsaktivitäten der Bezirksvorstehung Josefstadt mit verschiedenen Themenschwerpunkten durchführte.

Irmtraut Karlsson hat in der Josefstadt bereits mehrere Führungen auf den Spuren großer Josefstädterinnen durchgeführt und war bei der Erstellung der ersten Josefstädter Frauenbroschüre beteiligt. Ihr umfangreiches Forschungsmaterial über die Josefstädterinnen stellt sie nun auf einer Webseite http://josefstädterinnen.at/ - ein interaktives Onlineportal - allen Interessierten zur Verfügung.

Heute widmet sie sich vor allem der Forschung über die verfolgten und ermordeten Menschen durch die faschistischen Diktaturen und ist Vorsitzende des Vereins "Steine der Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes in der Josefstadt”. Zwei Bücher zum Thema “....lebte in der Josefstadt" zusammen mit Manfred Kery und Tina Walzer, Milena 2008 und "Die Toten von Bruck", zusammen mit Petra Weiß, Kral Verlag 2008.

Zum zehnjährigen Bestehen des Vereins arbeitet sie an einer Publikation über die Tätigkeit des Vereins und an der Würdigung von Menschen, die der Nationalsozialismus nicht nur als physische Personen vernichtete, sondern deren Wirken und Arbeiten ebenfalls aus der Erinnerung getilgt werden sollte.


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