Margit Kornfeld

Gewinnerin 2015 in der Kategorie „Soziales Engagement“

Margit Kornfeld vom Caritas Karwan Haus wurde am 19. Juni – einen Tag vor dem Internationalen Tag der Flüchtlinge – nominiert. Margit Kornfeld wurde 1959 in Wiener Neustadt geboren. Nach der Matura im Jahre 1978 absolvierte sie ein zweijähriges Fremdenverkehrskolleg in Innsbruck. Anschließend zog es sie nach Paris und Genf. Sie hat 10 Jahre beim Französischen Fremdenverkehrsamt und bei den Französischen Fachmessen in Wien gearbeitet. Seit 1994 arbeitet sie als Flüchtlingsbetreuerin im Caritas Karwan Haus. 2004 schloss sie das Studium der Kultur- und Sozialanthropologie ab.

Margit Kornfeld zur ihrer Person:

„Schon während meines Studiums habe ich mich im Rahmen meines freiwilligen Engagements bei amnesty international intensiv mit der Frage beschäftigt, warum Menschen aus ihrer Heimat flüchten. Meine Tätigkeit bei der Caritas bedeutet für mich nicht nur Beruf, sondern Berufung.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit im Karwan Haus (karwan: altpersisch für Zuflucht) stehen die Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion und Weltanschauung. Als Grundversorgungseinrichtung der Caritas bietet dieses Haus Menschen in Not vorübergehend eine geschützte Bleibe.

Ich empfinde meine Arbeit sinnstiftend und als eine große Bereicherung.

Als  Kulturvermittlerin und Wegbegleiterin auf Zeit unterstütze ich gemeinsam mit meinen KollegInnen die  BewohnerInnen des Karwan Hauses unter Berücksichtigung und Förderung ihrer Begabungen und Fähigkeiten bei ihrer Integration. Dabei steht Hilfe zur Selbsthilfe für mich im Vordergrund. Deutschkurse, Lernhilfe, Kindergruppenbetreuung, gemeinsame Sport- und Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Frauencafé, Kreativwerkstatt gehören zu den Angeboten des Karwan Hauses und werden unter Mithilfe von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.

Respektvoller Umgang miteinander,  Wertschätzung und Anerkennung von Unterschiedlichkeit bzw. Vielfalt sind mir persönlich sehr wichtig.

Ich durfte in meiner über 20jährigen Tätigkeit viele Flüchtlinge begleiten, habe viele bewegende, glückliche und positive, aber auch traurige Momente mit meinen Klientinnen und Klienten geteilt. Ich freue mich, weiterhin mit diesen Menschen zu arbeiten. Ich wünsche mir Offenheit und Unvoreingenommenheit den hilfesuchenden Menschen gegenüber und einen angstfreien und konstruktiv geführten Diskurs über Integration.“