Hofrätin Dr. Margot Schindler

Hofrätin Dr. Margot Schindler
Hofrätin Dr. Margot Schindler

Gewinnerin des Publikumspreises 2013

Margot Schindler wurde 1952 in Wien geboren. Nach Abschluss des Neusprachlichen Gymnasiums in Gmünd im Waldviertel besuchte sie die Pädagogische Akademie des Bundes in Baden. Parallel dazu studierte sie Volkskunde, Slawistik und Kunstgeschichte an der Universität Wien, während sie gleichzeitig bereits unterrichtete.

Im September 1979 bewarb sich Margot Schindler erfolgreich für die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Museum für Volkskunde in Wien.

Hier lernte Sie von Grund auf, was zu den verschiedenen Tätigkeiten der Museumsarbeit gehört: Sammeln, Inventarisieren, wissenschaftliches Arbeiten, Publizieren, Kuratieren von Ausstellungen und die generellen Organisationsaufgaben im Museumsmanagement. 1996 wurde sie zur stellvertretenden Direktorin, 2001 zur Hofrätin ernannt. Gleichzeitig übernahm sie die Geschäftsführung des Vereins für Volkskunde als Rechtsträger des Museums. Seit April 2006 steht das Museum für Volkskunde unter ihrer Leitung.

Margot Schindler hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausstellungen betreut und initiiert. Unter anderem „Aller Anfang. Die Geburt in Kulturgeschichte und Kunst“ (2002), „15+10 European Identities“ (2004), „museum_inside_out. Arbeit am Gedächtnis“ (2007), „1. Mai – Demonstration, Tradition, Repräsentation“ (2010), „Feste. Kämpfe. 100 Jahre Frauentag“ (2011), und vieles mehr. Daneben hat Dr. Schindler auch wesentliche Beiträge zur Volkskunde Österreichs und zu museumsrelevanten Fragen im Rahmen der Europäischen Ethnologie veröffentlicht.

Das Museum für Volkskunde hat in den 118 Jahren seines Bestehens einen reichhaltigen Fundus an Objekten zu Volkskunst und Alltagskultur zusammengetragen. Es verfügt über eine erstklassige Bibliothek mit Literatur, die man andernorts vergeblich sucht. Margot Schindler hat sich in den Jahren ihrer Direktion verstärkt um die Akzeptanz des Museums im In- und Ausland durch innovative Ausstellungsprojekte und neue Veranstaltungsformate bemüht. Sie hat die Abteilung für Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut und damit eine vermehrte Präsenz des Museums in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit erreicht. Durch die Schärfung des Museumsprofils konnten neue Besucherschichten gewonnen werden. Durch die Etablierung des Kurzfilmfestivals „espressofilm“ öffnete sich das Museum auch im unmittelbaren Umfeld des 8. Bezirks.

Das Museum für Volkskunde ist unter der Ägide von Margot Schindler zu einem interessanten, abwechslungsreichen und für alle offenen Haus geworden. Das Museum lädt mit vielen Ausstellungen und sonstigen Kulturveranstaltungen alle Schichten der Bevölkerung zur aktiven Teilhabe ein.